Diabetes

DIABETES
und seine Folgekrankheiten

Die weltweite Häufigkeit des Diabetes nimmt ständig zu. 1994 waren es bereits 110 Mill. Diabetiker. Im Jahre 2000 rechnet man mit 175 Mill. Diabetiker.

Welche diabetischen Begleiterkrankungen können entstehen?

– Koronare Herzkrankheit
– Durchblutungsstörungen
– Diabetische Nierenerkrankungen
– Hypertonie
– Diabetische Augenerkrankungen
– Diabetische Nervenerkrankungen
– Diabetische Fuß

1. Die häufigste Todesursache insbesondere für Diabetiker sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Der Herzinfarkt beim Diabetiker wird oft nicht erkannt. Durch den hohen Blutzucker werden u.a. auch die Nerven am Herzen geschädigt. Deshalb wird das typische Symptom beim Herzinfarkt, der ausstrahlende Schmerz hinter dem Brustbein nicht bemerkt. Etwa ein Drittel der Herzinfarkte beim Diabetiker verlaufen „stumm“.

2. Die Durchblutungsstörungen treten beim Diabetes vermehrt auf, da die Zellen der Blutgefäßwände stärker angegriffen werden. Die Folgen der Gefäßverkalkungen können sein:

– Durchblutungsstörungen der großen Beinarterien ( sog. Schaufensterkrankheit )
– Durchblutungsstörungen des Gehirns – Schlaganfall
– Schädigung der kleinen Blutgefäße in der Netzhaut – bis zur Erblindung

3. Jeder 2. Diabetiker leidet in der Regel an Bluthochdruck. Zusammen mit dem hohem Blutzucker führt der Bluthochdruck zu Nierenschäden.

4. 90% aller Diabetiker erkranken an diabetischer Neuropathie ( Erkrankung der Nerven ) mit folgenden Beschwerden:

==> Mißempfindungen: „ Ameisenlaufen“, Pelzigkeitsgefühl, eingeschlafenen Händen und Füßen, Brennen der Fußsohlen
==> Gefühlsstörungen ( z.B. warm/kalt )
==> Taubheitsgefühl
==> Schmerzen
==> Muskelschwäche
==> Wadenkrämpfe
==> trockene, rissige Haut an den Füßen
==> schmerzlose, schlecht heilende Wunden an den Füßen

Auch innere Organe können von den Neuropathien betroffen sein:

==> „Stummer Herzinfarkt“;Herzrhythmusstörungen
==> Völlegefühl; Übelkeit, Erbrechen; Durchfälle; Obstipation; Stuhlinkontinenz
==> Harnblasenentleerungstörungen; Potenzstörungen

Ein großes Problem ist der diabetische Fuß! Hauptursache für den diabetischen Fuß ist die Erkrankung der Nerven und die Durchblutungsstörungen der großen Beinarterien. Es kommt zu Wundheilungsstörungen am Fuß, deren gefürchtete Folge die Amputation ist.

Ursache Hyperinsulinismus

Aus dem Ernährungsbericht 1984 geht hervor, das jeder Bundesbürger rein rechnerisch, eineinhalb Monate im Jahr ausschließlich von isoliertem Zucker lebt. Die schnell resorbierbaren Kohlenhydrate gelangen nicht langsam vom Darm ins Blut, sondern schlagartig. Daher muß entsprechend viel Insulin von der Bauchspeicheldrüse freigesetzt werden. Es kommt zu einer Fehlregulation der ß-Zellen, was sich in einem unkontrollierten Ausstoß von Insulin bemerkbar macht (Hyperinsulinismus). Durch den nun folgenden fast schockartigen Abfall des Blutzuckerspiegels können die A2 Zellen der Bauchspeicheldrüse nicht genügend gegensteuern, auch sie werden überfordert. Für solch
eine Dauerbelastung über Jahre ist die Bauchspeicheldrüse von der Natur aus nicht geschaffen worden. Es kommt im Bereich der ß-Zellen und der A2-Zellen zunehmend zu einer Erschöpfung.

Ursache Leberschäden

Bei plötzlichen Bedarf (z.B. Hyperinsulinismus) an Energie wird aus der Leber mittels Hormone und Enzyme der gespeicherte Zucker (Glykogen) wieder freigesetzt. Bei bestimmten Lebererkrankungen ist dieser Ablauf aber nicht mehr gewährleistet. Dies führt zu einem gestörtem Insulinstoffwechsel.
Umgekehrt werden auch die hormonellen Gegenspieler von Insulin in einer geschädigten Leber in einem geringerem Umfang abgebaut. Ein Blutzuckeranstieg mit der Folge einer Insulinresistenz ist die Folge. Um diese Phänomen zu kompensieren muß die Bauchspeicheldrüse mehr Insulin produzieren als bei einem Gesunden.
Außerdem kann ein geschädigtes Leberparenchym weniger Glykogen speichern, also weniger Zucker einlagern. Der Blutzucker-Spiegel bleibt, obwohl genügend Insulin zum Blutzuckerspiegelabbau produziert wird.
Der ständige Wechsel zwischen Unterzucker und Überzucker führt langfristig zu einem Untergang der ß-Zellen in der Bauchspeicheldrüse, die das Insulin produzieren.

Ursache Umweltgifte

Für die Störungen der Blutzuckerregulation sind in erster Linie die Toxine aus der Gruppe der Chlorchemikalien verantwortlich. Pentachlorphenol (PCP) hemmt den Zellstoffwechsel (oxidadive Phosphorylierung), was sich u.a. im Leberstoffwechsel bemerkbar macht. Das Lösungsmittel Tetrachlorkohlenstoff (Tetrachlormethan, Perchlormethan, Benzinoform, Tetra) kann zu einer ausgeprägten Lebertoxizität führen. Eine geschädigte Leber führt langfristig zu einem gestörten Insulinstoffwechsel. ( siehe „ Ursache Leberschäden „ )

Ursache Chrommangel

Ein Chromdefizit führt bei Versuchstieren zu mangelhaftem Wachstum, verkürzter Lebensdauer und einem gestörten Fett-, Eiweiß- und Zuckerstoffwechsel. Beim Menschen treten Gewichtsverluste, periphere Nervenerkrankungen, verringerte Zuckertoleranz erhöhte Cholesterinwerte und Triglycerinwerte auf. Erst nach Jahren macht sich ein Chromdefizit bemerkbar. Deshalb hat auch Chrom eine wichtige Bedeutung bei der Therapie von Hyperlipidämie, Arteriosklerose, Bluthochdruck und Altersdiabetes. Bei einer Gruppe von Diabetikern kann zwar genügend Insulin gebildet werden, es kann aber kein Zucker in die Zellen gelangen, weil an den Zellen der Rezeptor für Insulin fehlt. Dieser Rezeptor ( Glucosetoleranzfaktor ) ist bei Chrommangel vermindert. Die Folge ist ein erhöhter Blutzuckerspiegel.

Ursache Zinkmangel

Zink nimmt an der Bildung der Speicherform von Insulin in den ß-Zellen der Bauchspeicheldrüse teil. Bei Zinkmangel wird zu wenig Insulin bereitgehalten, der Blutzuckerspiegel steigt an. Auch bei der Synthese von Proinsulin zu Insulin spielt das Spurenelement Zink eine entscheidende Rolle. Die Insulinsynthese wird deshalb durch Zinkdefizit verlangsamt, was einen Insulinmangel und einen Blutzuckeranstieg nach sich zieht. Darüberhinaus scheiden Diabetiker häufig 2-3 mal mehr Zink über den Urin aus als Gesunde. Das wiederum beeinflußt die Blutzuckerregulation.

Naturheilkundliche Therapie bei Diabetes

Die Naturheilkundliche Therapie bei Diabetes ist sehr vielseitig.

– Zum einem muß mit homöopatischen Mitteln die Entgiftungsfunktion der Leber , der Nieren, der Blase und falls nötig des Darms unterstützt werden. In diesem Zusammenhang wird in der Regel der Cholesterinspiegel gesenkt.
– Zum anderen muß mit orthomolekularen Mitteln das Herz versorgt und die Blutgefäße vor Arteriosklerose geschützt werden. In manchen Fällen ist eine Reinigung der Blutgefäße durch EDTA-Infusionen notwendig, um einen möglichen Herzinfarkt abzuwenden oder das Risiko für einen erneuten Infarkt drastisch zu mindern.
– Insbesondere kann bei Retinopathien ( Augenerkrankungen bis zur Erblindung ), wenn sie rechtzeitig erkannt werden, ein Fortschreiten des Prozesses durch Gluthadion und EDTA-Infusion im Rahmen der allgemeinen Entgiftung verhindert werden.

Natürlich liegt die Hauptaufgabe in der Unterstützung der Bauchspeicheldrüse, um die Funktion von noch vorhandenen ß-Zellen und der A2-Zellen wieder in Gang zu setzen. Dies führt in der Regel entweder zu einer Verringerung der substituierten Insulinmengen oder im Zusammenhang mit der naturheilkundlichen Leberbehandlung zu einer Verringerung bis zur Aufhebung der Einnahme von Antidiabetika.
Voraussetzung für einen langfristigen Erfolg dieser Maßnahmen ist eine Ernährungsumstellung in Richtung einer vollwertigen Trennkost.

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